Marshalls Corner No. 15

Mein heutiger Bericht dreht sich ganz um den kommenden Ryder Cup, welcher vom 28. bis 30. September veranstaltet wird. Dieser kontinentale Vergleich ist das drittgrößte Sportereignis hinter den Olympischen Spielen und der Fußball WM. Angefangen hat alles im Jahre 1921 als der Redakteur James D. Harnett die Idee hatte, ein schlagfertiges US Team zu den British Open zu schicken, damit endlich mal ein Amerikaner dieses Turnier gewinnen wird. Im Vorfeld dieses Turniers spielten 10 Amerikaner gegen 10 Golfer aus Großbritannien den ersten Wettkampf dieser Form aus, welches die Briten deutlich für sich gewannen.

Die erste offizielle Austragung fand dann im Jahre 1927 in Worcester/Massachusetts statt. Der britische Saatguthändler Samuel Ryder, geb. 24.03.1858, sponserte den Cup, der bis heute seinen Namen trägt. Samuel begann erst im Alter von 50 Jahren mit dem Golfspiel und er verdiente mit dem Verkauf von Samen in Kleinstpackungen für Jedermann seinen Lebensunterhalt.

Am Anfang war der Ryder Cup ein Vergleich zwischen den USA und Großbritannien. Da die USA aber diesen Vergleich ab 1935 bis 1973 so dominierten (Großbritannien konnte nur einmal gewinnen) entschloss man sich ab dem Jahre 1973 Spieler aus Irland zu zulassen. Das änderte aber nur sehr wenig an der großen Überlegenheit der amerikanischen Golfer. Der Ryder Cup drohte durch Einseitigkeit uninteressant zu werden. Deshalb entschloss man sich ab dem Jahre 1979 auch Festlandeuropäer für spielberechtigt zu erklären. Obwohl die Amerikaner fast immer auf dem Papier als Favoriten gehandelt wurden, konnten die Europäer ab dem Jahre 1979 den Ryder Cup 11 mal gewinnen. 8 Siege gingen in dieser Zeit an die USA. In diesem Jahr findet der Ryder Cup erst zum zweiten Male auf dem Europäischen Festland statt, explizit auf dem Golfplatz Le Golf National in Saint-Quentin-en-Yvelines. Das erste Mal war dies im Jahre 1997 im spanischen Valderrama.

Beide Mannschaften bestehen aus 12 Spielern, wobei sich 8 von diesen direkt über Punktelisten für den Wettkampf qualifizieren. Die restlichen 4 Spieler sind sogenannte Wild Picks des Captains der jeweiligen Mannschaft. Das Turnier wird an drei Tagen gespielt, am Freitag und Samstag finden die Vierer statt, am Sonntag dann die abschließenden 12 Einzel. Insgesamt werden 28 Punkte vergeben. Dem Titelverteidiger reichen 14 Punkte, der Verlierer des letzten Duells braucht dagegen mindestens 14,5 Punkte um den Ryder Cup zu gewinnen.

Die Atmosphäre ist das, was dieses Ereignis so besonders macht. Insbesondere am ersten Abschlag könnte man glauben, man betrete ein voll besetztes Fußballstation. Bei der ein oder anderen Austragung in den USA gab es sogar den Vorwurf der Unsportlichkeit. Das größte Comeback erfolgte kürzlich auf der Golfanlage in Medinah. Die Europäer hatten nach den Vierern eigentlich bereits verloren, denn sie lagen 10 zu 6 zurück. Die Amerikaner brauchten nur noch 4,5 Punkte einzufahren und das vor heimischer Kulisse. Aber das Unfassbare trat ein: die Europäer sicherten sich 8,5 Punkte und siegten so mit 14,5 zu 13,5 vor den Amerikanern!

Zum Schluss möchte ich Euch an unser Ryder Tipp Spiel erinnern oder aufmerksam machen. Am schwarzen Brett im Empfangsbereich hängt dieses Tippspiel aus. Weitere Infos findet ihr hier online.

 

Die Frage der Woche bezieht sich natürlich auch auf den Ryder Cup.

Wann gewann Europa zum ersten Male den Cup?

  1. 1979
  2. 2002
  3. 1985
  4. 1995

 

Ich wünsche Euch allen viel Spaß beim Schauen dieses unvergleichbaren Ereignisses.

Es grüßt
Jens Stenzel
Marshall Golf Gleidingen

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